Kreta - CRete

[ Griechenland, Insel ]

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Am Ende des Weges steht immer ein Leuchtturm - in diesem Fall im venezianischen Hafen Rethymnon. Erbaut von Ägyptern in der ersten Hälfte des 19. Jahrhunderts, ist das nur 9 Meter hohe Bauwerk heute lediglich eine touristische Attraktion, eine Landmarke ohne wegweisende Funktion. Aber schön. Und über die anliegende Mauer zwar gut zu erreichen - allerdings sollten Besucher einen guten Gleichgewichtssinn haben.

Agios Nikolaos ist ein kleines beschauliches Fischerdorf im Osten der Insel mit einem wunderbaren  Blick über die gesamte Bucht. In deren Zentrum liegt der See Voulismeni - dieser soll der Legende entsprechend (und vielleicht auch ein klitzekleines bisschen wegen der enormen Tiefe) allerdings keinen Grund besitzen ...  

Ein beachtliches Stück Menschheitsgeschichte: Der Diskos von Phaistos - etwas schlichter und weniger pathetisch formuliert: eine Tonscheibe - wurde auf Kreta gefunden, entstammt allerdings der Bronzezeit (17. Jahrhundert vor Christi). Mit Stempeln wurden seinerzeit und beidseitig insgesamt 45 Menschen-, Tier- und Sachmotive in verschiedenen Kombinationen, aber spiralförmig eingeprägt - laut der Experten im Archäologischem Museum von Iraklio (Heraklion, hier ist's auch hinter Sicherheitsglas ausgestellt) gibt es noch immer keine definitive Erklärung zu Inhalt, Leserichtung und kretischer Verbindung. Möglicherweise handelt es sich um ein Gedicht oder "a text of magic character", wie es dort im Begleittext heißt. Wikipedia weiß anscheinend noch mehr: "Der Diskos stellt damit den ersten bekannten Druck mit beweglichen Lettern der Menschheit dar, in dem Sinne, dass zum ersten Mal ein kompletter Textkörper mit wiederverwendbaren Zeichen produziert wurde."

Kali orexi! Sprich: Guten Appetit. Dolmadakia (gefüllte Weinblätter), Saganaki (frittierter Schafskäse), Moussaka (Auberginen-Auflauf), Pastitio (Nudel-Auflauf) und Stifado (Lamm-Ragout mit Rotwein und Charlotten, seufz) sind mehr oder minder kretischer Herkunft, dazu unfassbar lecker und in dieser Güte wohl nur selten beim Griechen um die Ecke zu finden. Dass der Rest des Magens da gut und gerne mit literweise Olivenöl und Brot aufgefüllt wird - vor allem in den weniger überlaufenen Privat-Tavernen der Insel - versteht sich sicher von selbst.

Wer auf Kreta von A nach B fahren mag und sich für eine Zielankunft lediglich an den bloßen Kilometerzahlen orientiert, dürfte mit etwaigen Begleitpersonen ziemlich schnell Stress bekommen. Denn: Für schlappe 200 Kilometer sollten Autofahrer(innen) hier schon mal gut und gerne dreieinhalb bis vier Stunden reine Fahrzeit einplanen. Hinzu kommen dann allerdings auch garantiert noch ein paar Pausenstopps - um beispielsweise diese herrlichen Landschaften und Serpentinen fotografisch festzuhalten. Übrigens: Von traumhaften Weststrand in Elafonisi bis zum Tenda Beach im Osten sind's runde 6 Stunden Fahrzeit. Ohne Pause. Kreta ist halt deutlich größer. als es der gemeine Pauschaltourist wohl erwarten würde.

Die Piraten sind schuld ... wenn man denn einer der vielen griechischen Legenden Glauben schenkt: Die sollen sich schließlich einst nach ihren Beutezügen am Strand von Vai versteckt, die Kerne ihrer Früchte ausgespuckt und so den Naturpalmenstrand quasi begründet haben. Im Osten Kretas nahe Sitia ist so der größte natürliche Palmenhain Europas entstanden. (Die gute und vor allem Echte Dattelpalme gibt's aber auf nahezu jedem  kretischen Hotelgelände, das hier etwas auf sich hält.)